Haltbarkeit Händedesinfektion

Bei der Haltbarkeit von Desinfektionsmitteln muss unterschieden werden, ob es sich um Arzneimittel handelt oder um Biozide.

Prinzipiell bestehen Händedesinfektionsmittel meist zu einem hohen Prozentsatz aus Alkoholen, die sich an der Luft leicht verflüchtigen können. Daher sind Gebinde stets sofort wieder zu verschließen. Denn ohne Alkohol ist auch kein Wirkstoff mehr vorhanden.

Handelt es sich um Arzneimittel (z. B. Aseptoman, Sterilium, Softaman, Poly-Alcohol,…) gilt das entsprechende Arzneimittelgesetz. Dieses besagt, dass das Händedesinfektionsmittel nach Anbruch innerhalb von 6 Monaten zu verbrauchen ist. Ob dabei das Gebinde einmal oder mehrmals geöffnet wurde, spielt keine Rolle.

Handelt es sich um ein Biozid (z. B. Curacid Poly, Curacid HD-sept,…) gilt das Arzneimittelgesetz nicht und somit auch nicht die Verbrauchsfrist von 6 Monaten.

Werden die Flaschen mit Dosierpumpen ausgestattet oder in Dosierspender gedrückt, ist die Haltbarkeit enorm von der Dichtigkeit und der vorherigen Aufbereitung des Spenders abhängig.

Professionelle Armhebelspender lassen sich leicht von der Montageplatte abnehmen, um z. B. die Pumpe und das Steigrohr zu reinigen, zu desinfizieren oder gar zu autoklavieren. Dabei sollte auch überprüft werden, ob eine Gummimanschette vorhanden ist, die gegen den Flaschenverschluss drückt und somit die Flasche im Spender verschließt.

Vorausgesetzt, die Spendertechnik war vor dem Einsetzen der Flasche in hygienisch einwandfreiem Zustand und die Flasche ist nach dem Einsetzen stets gut verschlossen, spricht nichts dagegen, dass die Händedesinfektionsmittel bis zum Mindesthaltbarkeitsdatum haltbar sind. Um sicher zu gehen, empfehlen wir jedoch, die Flaschen nicht länger als 12 Monate im Spender zu belassen.

 

 

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